Vorher

Den Entschluss, die Weltreise tatsächlich in naher Zukunft durchzuführen, stand fest, als ich aus Thailand nach meinem 30sten Geburtstag dieses Jahres zurück kam. Ich bin in meiner Wohnung angekommen und musste feststellen, dass ich materiell „reich" bin ... und ich habe mich gefragt, welche der Besitztümer ich täglich tatsächlich nutze, die ich besitze. Ich konnte keine fünf Dinge benennen. Die Menschen in Thailand haben mir die Augen in sofern geöffnet, als dass ich begriffen habe, dass materieller Reichtum eher Armut im Sinne von glücklich, zufrieden zu sein scheint. Die Menschen in Thailand waren mir und meinem "Andersein" gegenüber super offen, freundlich und herzlich. Dinge, die mir man in Deutschland mit Sicherheit untersagt hätte oder die "gar nicht erst möglich" gewesen wären, haben mir die Einheimischen ermöglicht. Das war eine super Erfahrung! Man kann durchaus glücklich und zufrieden sein, auch wenn man nichts hat. Das habe ich für mich als Haupterfahrung mitgenommen.

Dass der Wunsch, eine Weltreise zu machen, bereits schon vor dieser Erfahrung bestand, muss ich - glaube ich - nicht extra erwähnen. Der Wunsch besteht - und das kann jeder, der mich kennt, bezeugen - schon lange.

Es hat sich nach dem Urlaub auch beruflich noch nichts Neues aufgetan und mir war klar, dass es Ende des Jahres beim jetzigen Arbeitgeber nicht mehr weitergehen wird. Mein Vertrag war von Beginn an befristet. Somit war der nächste Schritt klar: Bevor ich schon wieder wo die "Neue" bin, mache ich erst einmal meinen Traum wahr. Zudem kommt ganz nüchtern die Tatsache, dass es für mich unklar ist, wie lange ich körperlich auch noch zu so etwas Großem in der Lage sein werde - deshalb nutze ich meine Chance jetzt, solange ich es eben auch noch kann.

Die ersten Pläne begannen in Form von Länderauswahl und Zielen, die ich unbedingt bereisen wollte. Das war gar nicht so einfach, das kann ich mittlerweile sagen. Allein bis das Around-the-World-Ticket gebucht war, sind drei Monate vergangen. Als nächstes waren sämtliche andere Vorbereitungen zu treffen. Krankenversicherung finden, Reiseversicherung abschließen – das Ticket war diesmal eindeutig zu teuer, um ohne Reiseschutz loszuziehen. Ich musste ein gutes Zwischenzuhause für meine Hündin Shila finden. Meine Wohnung wollte ich für die Zwischenzeit bzw. die Zeit meiner Abwesenheit untervermieten. Nur kommt auch vieles anders als geplant – es hat sich bislang noch keiner finden lassen, der genau in diesem Zeitraum ein Dach über dem Kopf braucht und somit kam das überraschende Angebot meiner Tante, mir einen Plan B vor die Füße zu legen, prima.

Bevor es im Januar 2015 losgeht, werde ich meine Wohnung nun doch noch kündigen und meine Sachen zwischenlagern – d. h. es wird ein kompletter Neustart, wenn ich zurück bin. Wow ... das ist auch für mich super krass, um ehrlich zu sein. Nur wenn ich mittlerweile im Leben von etwas überzeugt bin, dann dem, dass alles so kommt, wie es kommen soll ... so, let's go!

Die Ausrüstung habe ich in den letzten Monaten noch nebenbei angeschafft. Die Liste für solch einen Trip ist echt lang. Über meine tausend Checklisten bin ich mittlerweile sehr dankbar.
Was aktuell noch nicht erledigt ist, sind ein paar Hostels im Voraus zu buchen. Keine Sorge, überall wo ich nachts ankomme, fahre ich direkt vom Flughafen ins Hostel. Ansonsten wurden noch gewisse Sightseeing-Punkte in den einzelnen Ländern ins Visier genommen und davon habe ich mir eine Liste erstellt. Einen Besuch beim Doktor zwecks Impfungen habe ich noch offen.

Das Datum für die Abschiedsparty ist auch notiert – nun heißt es noch: Die Freunde informieren.

Und dann heißt aber auch schon langsam, aber sicher: Rucksack packen, Kisten packen und losstarten!

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